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Handelskonflikt mit Südkorea

Japan soll Handelsbeschränkungen zurücknehmen

von - 08.07.2019
Südkorea-Handel
Foto: xtock / shutterstock.com
Südkorea verlangt die Aufhebung der Handelsbeschränkungen von Japan. Die globalen Lieferketten könnten durch die Exportkontrollen bedroht werden, so der südkoreanische Präsident. Er setzt auf eine diplomatische Lösung des Problems.
Hardware-Produktion kämpft mit Lieferengpässen: Südkoreas Präsident Moon Jae In hat Japan zur Rücknahme verschärfter Exportkontrollen im bilateralen Handel aufgerufen. Moon äußerte sich am Montag zum ersten Mal öffentlich zu der umstrittenen Entscheidung des Nachbarlandes von vergangener Woche, die Vorschriften für den Export bestimmter Hightech-Materialien für die Halbleiter- und Displayproduktion nach Südkorea zu verschärfen.
Moon nannte laut seinem Büro das Vorgehen Tokios politisch motiviert. Die Handelshemmnisse hätten bei südkoreanischen Unternehmen nicht nur die Sorge ausgelöst, die Produktion könne zum Erliegen kommen, auch seien die globalen Lieferketten bedroht.
Moon setzt vorerst auf eine diplomatische Lösung. "Ich rufe Japan auf, seine Entscheidung zu widerrufen und an einem Dialog teilzunehmen." Sollten jedoch einheimische Unternehmen geschädigt werden, werde die Regierung nötige Gegenmaßnahmen ergreifen, sagte Moon, ohne Details zu nennen. Beide Handelspartner sollten einen "Teufelskreis aus Reaktion und Gegenreaktion" vermeiden.

Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter als Hintergrund

Japan hatte den Beschluss damit begründet, dass das gegenseitige Vertrauen untergraben sei. Hintergrund ist ein Disput über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während der japanischen Kolonialherrschaft (1910 bis 1945). Der Oberste Gerichtshof in Südkorea wies im vergangenen Oktober den japanischen Stahlhersteller Nippon Steel  & Sumitomo an, Schadenersatz zu zahlen. Tokio hatte das Urteil kritisiert. Es gibt weitere ähnliche Klagefälle.

Samsung und LG von Beschränkungen betroffen

Dem Beschluss Tokios zufolge müssen japanische Firmen für den Export bestimmter Materialien, inklusive Fotolacken, die in der Chipproduktion verwendet werden, jedes Mal Lizenzen beantragen. Von den Restriktionen sind vor allem die südkoreanischen Chiphersteller Samsung und SK Hynix sowie die Firma LG Display betroffen.
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