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Internet der Dinge

Smarte Plattformen für IoT-Projekte

von - 03.08.2018
IoT-Plattformen
Foto: a-image / Shutterstock.com
Um vernetzte „Dinge“ mit einer IT-Landschaft zu koppeln, sind Plattformen unverzichtbar. Gerade die großen Player wie Microsoft, Amazon, Google und Co. bieten entsprechende IoT-Lösungen an.
IoT-Projekte nach Anwendungsbereichen
IoT-Projekte weltweit: Das Internet der Dinge wird 2018 vor allem n den Segmenten Smart City, Industrie und Gebäude eingeführt.
(Quelle: IoT Analytics (n=1600 angekündigte IoT-Projekte) )
Das Internet der Dinge ist in Deutschland angekommen. Rund 72 Prozent der Unternehmen hierzulande planen 2018 ein neues IoT-Projekt. Insbesondere das Versicherungs- und Finanzwesen (85 Prozent) sowie Maschinen- und Anlagenbauer (78 Prozent) sind nach Angaben der IDC-Analysten ganz vorn dabei. „Die eingeplanten Budgets der befragten Unternehmen unterstreichen die großen Ambitionen“, erklärt Laura Hopp, Consultant bei IDC. „Die Ausnahme bildet die öffentliche Verwaltung.“
Eine zentrale Rolle bei den Investitionen in das Internet of Things spielen Plattformen. Sie stellen die Verbindung zwischen den vernetzten Geräten, also etwa Sensoren, und den Systemen her, die IoT-Daten speichern, verarbeiten und auswerten. Hinzu kommen Funktionen für das Management von IoT-Anwendungen und der entstehenden Datenbestände sowie für das Reporting. Nach Einschätzung des Beratungshauses ISG ist derzeit die dritte Generation von IoT-Plattformen verfügbar. Sie zeichnet sich durch erweiterte Analytics-Funktionen aus, etwa Cluster-Analysen und maschinelles Lernen.
Laura Hopp
Laura Hopp
Consultant bei IDC
https://idc.de
Foto: IDC
„Die eingeplanten IoT-Budgets der Unternehmen unterstreichen die großen Ambitionen.“

Keine Standardlösung

Welche Plattform die passende ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Bei der Auswahl ihrer IoT-Plattform sollten Unternehmen neben aktuellen Anforderungen immer auch künftige Einsatzfelder mit einkalkulieren, empfiehlt die Managementberatung PAC: „Es gibt nicht die ,einzige, beste Plattform‘, sondern einen Mix, der die individuellen aktuellen und künftigen Anforderungen am besten erfüllt“, findet Arnold Vogt, Principal Consultant IoT, Industrie 4.0 und Industrial IoT bei PAC Germany.
Diese Diversifizierung spiegelt sich in der großen Zahl der IoT-Plattformen wider, die derzeit verfügbar sind. Das Marktforschungsunternehmen IoT Analytics geht davon aus, dass Unternehmen die Wahl zwischen etwa 450 Lösungen haben. Der weltweite Umsatz dieser IoT-Plattformen soll zwischen 2018 und 2023 jährlich um 39 Prozent steigen. Für 2023 erwartet IoT Analytics einen Umsatz von 23 Milliarden Dollar.
Unter den Plattformen finden sich Angebote für spezielle Branchen, etwa die Industrie (Industrial IoT, IIoT) und den Handel, außerdem Ansätze, die komplett softwarebasiert bereitgestellt werden, sowie Komplettlösungen, die neben der Software auch Hardware-Komponenten umfassen, beispielsweise IoT-Appliances. Generell, so IoT Analytics, lassen sich fünf Formen von IoT-Plattformen unterscheiden:
  • Cloud-Services, etwa von Microsoft, AWS oder Google
  • Lösungen zum Anbinden von IoT-Komponenten
  • Plattformen mit Schwerpunkt auf der Verwaltung von IoT-Geräten (Device-Management)
  • Datenanalyse-Plattformen
  • Lösungen für das „Application Enablement“, das sind Sammlungen von Tools und Microservices, mit denen Nutzer IoT-Anwendungen erstellen können.
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