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Viel hilft viel

Die neuen iPhones XS und XS Max im Test

von - 28.09.2018
Apple iPhone XS
Foto: Apple
Mit den neuen iPhone-XS-Modellen stößt Apple in neue Preisdimensionen vor. Die Smartphones müssen im Test zeigen, ob die Preise gerechtfertigt sind. 
Es geht immer noch ein bisschen mehr: Wer dachte, Apple hätte mit dem ­iPhone X bei der Markteinführung mit 1.149 und 1.319 Euro eine kaum zu steigernde Höchstmarke gesetzt, wird mit den nun verfügbaren überarbeiteten XS-Modellen eines Besseren belehrt. Denn das Modell XS kostet zwar in der günstigsten Version mit 64 GByte Speicher 1.149 Euro – so viel wie der Vorgänger –, die teuerste Variante als XS Max mit 512 GByte schlägt aber mit 1.649 Euro zu Buche. Wir haben bei beiden neuen iPhones getestet, wie gut das viele Geld angelegt ist.
Apple hat mit der Einführung des X erklärt, dass dessen Design für die nächste Zeit bestimmend sein würde, und die XS-Modelle als Nachfolger belegen dies. Denn es gibt beim Gehäuse aus gehärtetem Glas mit einem Metallrahmen kaum Unterschiede, aber zumindest mit Gold eine neue Farbe für Rahmen und Rückseite. Nichts geändert hat sich leider an der Platzierung des Kameramoduls, das aus der Rückseite herausragt, was das Smartphone nicht glatt auf dem Tisch aufliegen lässt. 
Auch das Display-Layout mit der breiten Notch am oberen Rand hat sich nicht geändert. Das OLED-Display ist bei beiden Versionen von gewohnt hoher Qualität, die Auflösung und die Dimensionen haben sich bei der Basisversion mit 5,8 Zoll nicht geändert. Neu ist aber die gigantische Fläche, die in der Max-Version mit 6,5 Zoll Diagonale zur Verfügung steht. Damit ist das Betrachten von Webseiten und Videos ein großes Vergnügen, zu dem auch die in Klang und Lautstärke verbesserten Stereo-Lautsprecher beitragen.

iPhone XS Max nur schwer einhändig bedienbar

kamera
Im Gegensatz zu früheren Generationen haben die kleine und die Max-Version die gleichen Kameras, die jeweils zwei Linsen mit 12 Megapixel verwenden. 
(Quelle: Apple)
Mit 208 Gramm ist das Max auch ein echtes Schwergewicht, zumindest haben sich die Dimensionen durch das neue Display gegenüber dem iPhone 8 Max nicht verändert, obwohl viel mehr Fläche auf dem Bildschirm zur Verfügung steht. Dennoch wird das etlichen Usern zu viel Gewicht sein, auch lässt sich das Smartphone kaum mit einer Hand bedienen.
Leicht von IP67 auf IP68 erhöht wurde die Schutzklasse, was bedeutet, dass die neuen Modelle in bis zu zwei statt bisher 1,5 Metern Wassertiefe dicht halten. Außerdem soll es nun auch gegen andere Flüssigkeiten wie Bier und Wein gefeit sein. Endgültig verabschiedet hat sich Apple vom Fingerabdruck-Sensor, der mit dem X durch die Gesichtserkennung Face ID ersetzt wurde. Diese reagiert im XS mit einem größeren Erfassungsbereich zuverlässiger als im Vorgänger, wo es immer mal wieder Hänger gab, wenn man sich das Gerät nicht direkt vors Gesicht hielt.
Im Antutu-Benchmark ist das XS mit 316.000 Punkten das aktuell schnellste Smartphone und über 30 Prozent schneller als der Vorgänger iPhone X. Es ist zudem etwas besser als die Top-An­droid-Geräte. Im Betrieb gibt es selbst bei komplexeren Apps quasi keine Verzögerungen, obwohl der zumindest auf 4 GByte vergrößerte Arbeitsspeicher eigentlich nicht allzu üppig bemessen ist. Eine Besonderheit ist die sogenannte Neural Engine, ein zusätzlicher, in der Funktion von der Haupt-CPU getrennter Chip mit acht Kernen, der Funktionen mit Künstlicher Intelligenz oder Augmented Reality möglich machen soll. Erste Spiele gibt es bereits, bei der Nutzung fällt allerdings eine starke Erwärmung des Gehäuses im oberen Bereich auf.

Punktebewertung Apple iPhone XS (Max)

Ausstattung (max. 25)

23

Bedienung (max. 20)

19

Display und Tastatur (max. 15)

14 (15)

Akku (max. 15)

12

Preis-Leistungs-Verhältnis (max. 15)

9 (8)

Design und äußerer Eindruck (max. 10)

9

Gesamtpunkte (max. 100)

86

Note

Sehr gut

100-85 Punkte = sehr gut; 84-70 Punkte = gut; 69-50 Punkte = befriedigend; 49-30 Punkte = ausreichend; 29-0 Punkte = mangelhaft
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